Tag der offenen Tür im Art Dorf

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50 Künstler entlang der Ötlinger Dorfstraße stellen ihre neuen Arbeiten vor / Weitere Hausbesitzer wollen sich der Aktion anschließen

Mo, 01. Juli 2013, Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.

von: Hannes Lauber

Mit einem Gläschen Sekt wartet sich’s viel angenehmer auf Kundschaft. Foto: Hannes Lauber

WEIL AM RHEIN-ÖTLINGEN. 62 Künstler haben bislang 70 Bilder und Kunstobjekte an Hauswänden und in Gärten installiert. Am Sonntag kamen nun 50 von ihnen ins Art Dorf Ötlingen, um neue Arbeiten vorzustellen. Gut die Hälfte von ihnen gewährte auch einen Einblick in die Entstehung ihrer Werke. Bei Sonnenschein nutzten viele Besucher die Gelegenheit, um einen Sonntag der Kunst in Ötlingen zu verleben. Gerhard Hanemann, Initiator des Art Dorfs, war denn auch schon am frühen Nachmittag sehr zufrieden mit dem Verlauf des Aktionstags. Er leiste einen Beitrag dazu, dass eine breite Öffentlichkeit und insbesondere Kinder auf eine ganz ungezwungene Art Zugang zu Kunst erhielten und obendrein keinen Eintritt zahlen müssten, wie etwa im Museum.

Hanemann sieht seine Art Dorf Aktion allerdings noch in einem anderen Zusammenhang. Sie solle mithelfen, das Dorfbild zu erhalten. Es gehe gerade nicht darum, die Gebäude “aufzupeppen”, sondern sie in ihrer Schlichtheit und ihrem eigenen Stil zu bewahren, mit dem die Kunstobjekte dann hervorragend harmonierten. Dass die “Art Dorf”-Idee Potenzial hat, steht für Hanemann außer Frage. Mittlerweile gebe es bereits drei Orte deutschlandweit, die sein Konzept kopieren wollen, in einem Ort habe man sogar schon mit der Installation begonnen.

Für die Besucher des Art Dorfs gab’s am Sonntag anlässlich des Tags der Kunst auch Neues zu sehen. An etwa 20 Häusern sind die zuletzt gewohnten Bilder und Objekte nun ausgewechselt worden, einige wenige Standorte sind neu hinzugekommen, etwa im Hof des Café Inka. Außerdem liegen Hanemann Anfragen von Ötlinger Hausbesitzern vor, die sich gerne der Aktion anschließen würden.

Interessant und gut besucht war übrigens auch die Ausstellung der Fotogruppe K 6 im Kunstraum Scheune Gempp. Unter dem Titel “Auf den Spuren des Markgräfler Malers Karl Rösch” haben sich die Mitglieder verschiedene Blickwinkel des Künstlers von damals als Vorlage genommen und versucht, sie mit dem Fotoapparat noch einmal einzufangen und nachzuvollziehen.

Weitere Fotos im Internet unter mehr.bz/tagderkunst

 

 

 


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